Gruppe in Pienza

Letztes Jahr war für alle ein schwieriges und ungewöhnliches Jahr aber trotz der Pandemie konnte ich im Herbst ein bißchen arbeiten.

Im Oktober habe ich eine Gruppe mit 28 Personen, davon einigen mit Behinderung, begleitet. Die Reise wurde von der Agentur Michelangelo Travel Srl organisiert und ich habe mich auf diese Reise sehr gefreut, da die Planung  ein Jahr lang dauerte und weil diese die erste und einzige Gruppe des Jahres war.

Da ich vom Anfang an wußte, daß das Reiseprogram barrierefrei und für alle geeignet sein sollte, habe ich die Stadtbesichtigungen und alle Aktivitäten sorgfältig ausgesucht und vorbereitet, damit die Gäste eine positive Erfahrung erleben können. Die Reise war im Mai 2020 geplant aber sie musste verschoben werden, da im Mai keine Reise möglich war.

Während der 10tätigen Tour haben die Teilnehmer die wichtigsten und schönsten Städte der Toskana besuchen können und sie waren fast die einzigen Touristen! Die positive Seite der Pandemie ist es, dass der Massentourismus verschwunden ist und dass die Städte wie Florenz und Pisa leer waren.

Jeden Tag war ein Ausflug geplant aber ohne Streß:

Pienza, Siena, Florenz, Arezzo, Lucca, Pisa, Assisi. Alle Städte haben sich so authentisch gezeigt wie nie. In der Uffizi Gallerie haben wir sogar eine fast private geführte Besichtigung erlebt, natürlich mit Maskenpflicht!

Am letzten Tag haben wir einen Ausflug ins Chiantigebiet gemacht. In Castellina in Chianti haben wir ein barrierefreies Weingut besichtigt und den Chianti Wein verkostet.

Die Reise war nun nach knapp 2 Wochen am Ende und alle Teilnehmer waren zufrieden. Ich war auch sehr glücklich, dass alles gut geklappt hatte.

Ich werde diese Erfahrung nie vergessen. Nicht nur weil das Reisen in der Pandemiezeit ganz anders als üblich ist, sondern auch weil eine Reise mit unterschiedlich behinderten Gästen eine große Herausforderung und gleichzeitig eine erfolgreiche Erfahrung war.

Ich muß natürlich auch sagen, dass diese Reise ohne die Unterstüzung der Hilfskräfte und die fantastischen Reiseführer, wie Sabine und Pamela, nicht erfolgreich hätte sein können. Die professionelle Erfahrung reicht bei solchen Gruppenkostellationen nicht aus, man braucht dazu andere Eigenschaften wie Empathie, Flexibilität und Hilfsbereitschaft die nicht unbedingt mit dem Beruf zu tun haben und die zum Erfolg tragen.

Wann die nächste Reise möglich sein wird, bleibt es weitgehend offen.

Hoffentlich wird die Pandemie im Frühling/Sommer nachlassen, damit wir alle wieder den nächsten Urlaub in Sicherheit planen können. Ich sehne mich sehr danach.

Bis dahin können wir einfach die Augen zumachen und die bereits erlebten Reisen zurückrufen!